Ralf Rangnick hat gute Chancen, im Sommer neuer Cheftrainer beim VfL Wolfsburg zu werden.

"Es ist ja bekannt, dass wir mit ihm schon im Winter gesprochen haben. Er ist ein sehr guter Trainer, stand aber nicht zur Verfügung. Das wäre dann eine strategische Lösung gewesen", sagte VfL-Manager Dieter Hoeneß der "Süddeutschen Zeitung" (Samstag-Ausgabe).

Dies sei von vornherein mit Interims-Coach Pierre Littbarski besprochen gewesen, "dass wir vorher mit anderen geredet hatten", so der Ex-Nationalspieler. Der 52-jährige Rangnick war zuletzt Coach des Ligakonkurrenten 1899 Hoffenheim gewesen.

Trotzdem habe sich Littbarski, Weltmeister von 1990, nicht vor der Verantwortung gedrückt und die Nachfolge des entlassenen Chefcoaches Steve McClaren angetreten, so der VfL-Manager. Hoeneß: "Aber keine Frage: Ralf Rangnick ist natürlich neben anderen auch für den Sommer wieder ein Thema."

Die Wolfsburger, deutscher Meister von 2009, befinden sich in unteren Tabellengefilden. Aufgrund der sportlichen Talfahrt hatten die "Wölfe" die Zusammenarbeit mit dem Engländer McClaren vorzeitig beendet.

Die Gründe für die sportliche Misere sind laut Hoeneß klar: "Es ist zumindest kein Zufall, dass Klubs wie Freiburg, Mainz, Hannover und Dortmund deutlich besser dastehen. Die haben es geschafft, ein Team zu bilden. Im Umkehrschluss muss man sagen, dass wir das nicht geschafft haben. Wir haben genügend Einzelqualität, um im vorderen Drittel der Liga zu sein. Es ist uns aber bislang nicht gelungen, eine eigene Spielphilosophie zu entwickeln."

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