Uli Hoeneß ist vom Nachtreten des ehemaligen Bayern-Spielers Lucio überrascht und räumt gleichzeitig mit dem Gerücht auf, dass der brasilianische Innenverteidiger die Bayern verlassen musste.

"Ich glaube nicht, dass Lucio hier damals weggehen musste. Beim FC Bayern muss niemand gehen, der einen Vertrag hat", erklärte der Bayern-Präsident in der Fernsehsendung "Blickpunkt Sport".

"Ich bin ein bisschen enttäuscht von Lucio. Wir sind in seiner Zeit hier in München zwei bis drei Mal aneinander geraten damals, als ich ihn für seine wilden Vorstöße kritisiert habe. Wenn man aber mit Kritik nicht umgehen kann, dann verstehe ich das nicht", so Hoeneß weiter.

Den Grund für Lucios Abgang kennt er genau: "Die 'Mär', dass er gehen musste, kann ich nicht nachvollziehen. Er hat von Inter einen Dreijahresvertrag bekommen und mehr Geld, das ist der Grund."

Lucio hatte im Vorfeld der Champions-League-Partie seinen unrühmlichen Abschied vom FC Bayern zu Inter Mailand kritisiert.

"Als ich vom Verein hörte, dass sie mich nicht mehr wollten, war das ein großer Schock. Ich habe damals in keinster Weise an einen Wechsel gedacht und fragte mich: Warum muss ich auf diese Art München verlassen, wo ich immer alles für den Verein gegeben habe und es mir dort gutgeht?", meinte er.

Hoeneß äußerte sich zudem zu den ausgeliehenen Spielern David Alaba und Mehmet Ekici. "Alaba und Ekici machen sich in Hoffenheim und Nürnberg sehr gut. Die sportliche Leitung entscheidet zu gegebener Zeit, wann die Spieler wieder zurückkommen. Wenn Vorstand und Trainer der Meinung sind, das wir Ekici brauchen, dann holen wir ihn zurück", sagte er.

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