Im Berufungsprozess gegen hochrangige NPD-Mitglieder, die den ehemaligen Nationalspieler Patrick Owomoyela rassistisch beleidigt hatten, wird in der kommenden Woche ein Urteil erwartet.

Nachdem am Mittwoch vor dem Landgericht Berlin drei Polizisten ausgesagt hatten, setzte Richterin Birgit Dreyer den nächsten und ihrer Auffassung nach letzten Verhandlungstermin für den 9. März fest. Dann soll noch ein weiterer Polizist aussagen.

Im April 2009 hatte das Amtsgericht Berlin-Tiergarten den Vorsitzenden der rechtsextremen Partei, Udo Voigt, sowie Pressesprecher Klaus Beier und NPD-Vize Frank Christian Schwerdt der gemeinschaftlichen Beleidigung in Tateinheit mit Volksverhetzung für schuldig befunden und zu Bewährungsstrafen und einer Zahlung von 2000 Euro an die Kinderhilfsorganisation UNICEF verurteilt. Dagegen hatten die Verurteilten Berufung eingelegt.

Owomoyela hatte zusammen mit dem Deutschen Fußball-Bund die drei Funktionäre wegen ihres zur WM 2006 erschienenen sogenannten WM-Planers angezeigt. Die Polizei hatte über 10.000 Exemplare beschlagnahmt.

Auf einem Bild des Kalenders war ein Trikot mit der Nummer 25 abgebildet, das damals Owomoyela, Sohn eines nigerianischen Vaters und einer deutschen Mutter, in der Nationalmannschaft trug. Dazu stand geschrieben: "Weiß - Nicht nur eine Trikot-Farbe - Für eine echte Nationalmannschaft."

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