Vorstandschef Heribert Bruchhagen hat beim abstiegsbedrohten Bundesligisten Eintracht Frankfurt die Arbeit von Trainer Michael Skibbe kritisiert.

"Wir gewinnen an keiner Stelle auf dem Feld eine Eins-gegen-Eins-Situation, unser Spiel ist berechenbar und vorhersehbar, wir brauchen mehr Spritzigkeit", sagte der 62-Jährige der "Frankfurter Rundschau". Die Eintracht hat mittlerweile nur noch drei Punkte Vorsprung auf einen direkten Abstiegsplatz.

Am Dienstag tagte bei der Eintracht der Vorstand und sprach dabei auch über Skibbe, der nach null Toren und nur zwei Punkten in 2011 bei den Hessen auf der Kippe steht.

Als möglicher Nachfolger steht der Schweizer Coach Marcel Koller (früher VfL Bochum und 1. FC Köln) offenbar bereit. Allerdings sind Bruchhagen Trainerentlassungen zuwider.

In seinen mehr als 20 Jahren als Bundesliga-Manager kündigte Bruchhagen erst einem Trainer vorzeitig. Deshalb will der Vorstandsboss zumindest noch das Gastspiel bei Schalke 04 abwarten.

"Ich werde jetzt ganz sicher nicht die Apokalypse ausrufen. Den größten Fehler machen Funktionäre in der Euphorie und in der Depression. Ich habe keine Angst und Druck hat man in dem Geschäft immer", sagte Bruchhagen, der vor dem Spiel bei Ex-Coach Felix Magath keine Brandreden halten will.

"So etwas bewirkt ausschließlich einen Autoritätsverlust des Trainers", sagte Bruchhagen. Allerdings ist die Autorität von Skibbe bei den Frankfurtern seit der Begnadigung von Ioannis Amanatidis längst angekratzt.

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