Trainer Armin Veh hat die Konsequenzen aus dem chaotischen Saisonverlauf beim Hamburger SV gezogen und wird die Hanseaten nach Ende der laufenden Spielzeit verlassen.

Der 50-Jährige ist eigentlich noch bis 2012 an den HSV gebunden, eine Vertragsklausel erlaubt es Veh und dem Klub allerdings, zum 31. Mai aus dem Arbeitsverhältnis auszusteigen. Der Coach hatte die Hamburger erst im Mai 2010 übernommen und liegt mit seiner Mannschaft derzeit auf dem siebten Tabellenplatz.

Die Gründe für Vehs Abschied sind jedoch weniger in der sportlichen Situation zu suchen. Vielmehr haben den Trainer die nicht abreißenden Turbulenzen im Vereinsumfeld zermürbt.

Nach der öffentlichen Posse um die Besetzung des Sportchef-Postens, den nach der Absage von Matthias Sammer der Däne Frank Arnesen zur kommenden Saison übernimmt, droht der HSV momentan auch noch in ein Führungsvakuum zu stürzen.

Am Sonntag hatte der Aufsichtsrat dem Klubchef Bernd Hoffmann die Verlängerung des bis zum 31. Dezember datierten Vertrages verweigert.

Ob sein Abgang bei den Hamburgern gleichbedeutend mit dem Ende seiner Trainerkarriere in Deutschland ist, ließ Veh offen. Der Coach hatte vor einigen Wochen angekündigt, nach dem HSV keinen einheimischen Verein mehr übernehmen zu wollen und sein Interesse an künftigen Aufgaben im Managementbereich unterstrichen.

Vor den Hamburgern betreute Veh den FC Augsburg, die SpVgg Greuther Fürth, den SSV Reutlingen, Hansa Rostock, den VfB Stuttgart und den VfL Wolfsburg.

Die Stuttgarter hatte er 2007 zur deutschen Meisterschaft geführt. Wer Vehs Nachfolge beim HSV antritt, ist offen. Zuletzt wurden der ehemalige Hoffenheimer Ralf Rangnick und Arnesens Landsmann Michael Laudrup, der derzeit bei Real Mallorca unter Vertrag steht, gehandelt.

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