Bayer Leverkusen zeigt sich für den Fall gerüstet, dass Trainer Jupp Heynckes den aktuellen Tabellenzweiten am Ende der Saison verlässt.

"Wir können sicherlich nicht warten bis zum Sankt-Nimmerleinstag. Irgendwann wird eine Entscheidung getroffen werden müssen. Deswegen haben wir auch in Absprache mit Jupp Heynckes einen Plan B entwickelt", sagte Bayer-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser in einem Interview mit SPORT1.

Holzhäuser räumte jedoch ein, dass man mit Heynckes auch in der kommenden Spielzeit zusammenarbeiten möchte.

"Er hat sich aus nachvollziehbaren Gründen dafür entschieden, noch etwas abzuwarten. Die Gründe selbst tun in der Öffentlichkeit nichts zur Sache. Wir respektieren das auch", so Holzhäuser.

Dass Heynckes von Leverkusen zurück zu Bayern München wechseln wird, wo am Ende der Spielzeit der Platz von Louis van Gaal frei wird, schloss Holzhäuser aus.

"Es liegt nahe, da die persönliche Verbindung zwischen Uli Hoeneß und Jupp Heynckes bekannt ist. Ich glaube aber nicht, dass das das Bestreben von Jupp Heynckes ist. Ich glaube, dass er letztlich dazu tendiert, bei uns zu bleiben."

Das Verhältnis zwischen Heynckes und Nationalspieler Michael Ballack sieht Holzhäuser nicht so problematisch. Es sei erheblich besser, als das teilweise draußen kolportiert werde.

"Das liegt daran, dass zwei so starke Persönlichkeiten wie Jupp Heynckes und Michael Ballack grundsätzlich unterschiedliche Auffassungen haben und da prallen eben zwei Meinungen aufeinander, die man ausdiskutieren muss." Manchmal müsse man sich auch reiben, um zu guten Ergebnissen zu gelangen, ergänzte Holzhäuser.

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