Volker Finke hat sich nach dem verheerenden Erdbeben in seiner früheren Heimat Japan tief betroffen gezeigt.

"Das tut mir richtig weh", sagte der Sportdirektor vom 1. FC Köln, der bis Ende 2010 knapp zwei Jahre lang bei den Urawa Red Diamonds gearbeitet hatte.

Finke erklärte nach dem 4:0-Sieg der Kölner am Freitagabend gegen Hannover 96 mit leiser Stimme und leerem Blick, dass er sich Sorgen um einen im Epizentrum lebenden früheren Assistenten mache:

"Ich habe noch nicht telefoniert, weil ich weiß, dass bei solchen Alarmstufen in Japan alle Handys aus sind", sagte er: "Aber ich hoffe, dass ich schnell Kontakt herstellen kann."

Mit seinen Gedanken war der 62-Jährige am Wochenende rund um die Uhr in seiner alten Heimat. "Ich war immer gerne in Japan und mit meiner Frau an freien Tagen sehr oft genau in dieser Region, die jetzt das Epizentrum ist, am Meer", sagte er:

"Und es ist ja nicht klar, ob das alles war, normalerweise haben Beben dieser Dimension immer noch einige Nachbeben. Dabei ist die ganze Gesellschaft in Japan ohnehin traumatisiert durch Erdbeben. Wir haben im 39. Stock gewohnt, da hat man immer die Bilder an der Wand zittern sehen. Jeder wusste, dass irgendwann in den nächsten 20 Jahren ein starkes Erdbeben kommen würde."

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