Klartext redete Torwart Frank Rost vom Hamburger SV nach dem 0:6-Debakel bei Bayern München am Samstag im Fernsehen.

"Das ist ein wankender Riese - und das unterschätzen viele, weil sie ihre persönliche Situation, ihre persönlichen Egoismen immer nach vorne stellen", sagte der 37-jährige Keeper bei "Sky".

Nach diesem Spiel sei es schwer, "Worte zu finden. Es wird schwierig, nächste Woche wieder aufzustehen. Man hat wieder mal gesehen, wie labil das Ganze ist und wie schnell es auseinanderbrechen kann", kritisierte Rost.

Klare Worte fand der Routinier für die Vereinsführung: "Sie müssen es immer wieder vorleben, dann wird auch der Trainer stark, dann wird auch der ganze Verein stark. Wenn sie meinen, sie müssen die Spieler auswechseln, dann müssen sie es tun, dann müssen sie es mit aller Konsequenz tun. Nehmen sie meine Situation: Wenn man den Drobny holt, dann muss man ihn spielen lassen und keine Spielchen in der Öffentlichkeit machen. Das geht so das ganze Jahr. Man kann gar nicht mehr vernünftig arbeiten. Das ist Wahnsinn."

Chefcoach Armin Veh hatte Anfang der Woche seinen Rücktritt zum Saisonende angekündigt. Der Vertrag von Vorstands-Boss Bernd Hoffmann wird laut Votum des Aufsichtsrates nicht mehr verlängert, der neue Sportdirektor Frank Arnesen kommt erst zur neuen Saison an die Elbe.

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