Bei Ausschreitungen am Rande der Partie von Rekordmeister Bayern München gegen den Hamburger SV (6:0) ist am Samstagnachmittag eine Polizistin leicht verletzt worden. Das bestätigte die Münchner Polizei am Sonntag.

Nach Angaben von Polizei-Sprecher Martin Rieder versuchten etwa 100 Bayern-Fans während des Spiels in den Block der Gäste zu gelangen. Rund 300 Polizisten hinderten die Krawallmacher daran. Dabei kam es zu "kleineren Rangeleien", bei denen die Polizistin verletzt wurde.

Die Bayern-Fans hatten während des Spiels außerdem hinter der Haupttribüne gegen Stadionverbote und gegen den Bayern-Vorstand demonstriert.

Zahlreiche der treuesten Fans ließen ihre Plätze in der Südkurve unbesetzt. "Vorstand raus!", "Wir wollen den Vorstand sehen!" oder "Wir sind die Fans, die ihr nicht wollt" skandierten sie.

Am Montag soll es deshalb zu einem Treffen von Fans aus der Ultraszene und dem Vorstand kommen, wie Mediendirektor Markus Hörwick sagte.

Nach Auskunft des FC Bayern seien verschärfte Zugangskontrollen vor der Südkurve Auslöser für den Unmut einiger Fans gewesen.

Der Klub sah sich zu dieser Aktion nach den Ereignissen beim Pokal-Halbfinale gegen Schalke 04 gezwungen, als etwa 300 Fans versucht hatten, den Block zu stürmen und dabei zwei Ordnungskräfte verletzten

Aus Sicherheitsgründen dürfen in die Kurve nur rund 9000 Fans hinein, zuletzt drängten sich dort aber weit mehr Zuschauer.

Beim Spiel gegen Hamburg habe der Ordnungsdienst erneut festgestellt, dass viele der Fans, die in die Südkurve wollten, keine Karte für diesen Bereich hatten.

Deshalb sei diesen der Zugang verwehrt worden. Andere Fans erklärten sich daraufhin solidarisch mit den Ausgesperrten und zogen zur Haupttribüne, um dort gegen den Vorstand zu demonstrieren. "Für uns ist da ein Punkt erreicht, an dem wir aus Sicherheitsgründen sagen müssen: Stopp!", sagte Hörwick.

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