Michael Oenning kann bei seinem Debüt als Cheftrainer des Bundesligisten Hamburger SV am Samstag gegen den 1. FC Köln (15.30 Uhr LIGA total!) aus dem Vollen schöpfen.

"Wir sind in der glücklichen Situation, dass wir alle an Bord haben. Das ist eine Top-Grundlage. Wir haben die Qual der Wahl. Ich erwarte von den Spielern, dass sie sich auch in schwierigen Situationen fokussieren können", sagte der bisherige Co-Trainer, der nach dem 0:6 am vergangenen Wochenende bei Bayern München Armin Veh abgelöst hatte.

Nach Angaben von Oenning kann sich auch der zuletzt nicht mehr für die Anfangself berücksichtigte Stürmerstar Ruud van Nistelrooy Hoffnungen auf einen Einsatz von Beginn an machen.

"Natürlich ist das eine Option. Wir hatten ein offenes und langes Gespräch. Ich habe den Eindruck, dass er gewillt ist, alles für den HSV zu geben", meinte der Coach: "Sein Name verbreitet immer noch Angst und Schrecken bei vielen Verteidigern."

Vor seinem ersten Einsatz für den HSV könnte derweil Dennis Diekmeier stehen. Der Außenverteidiger ist nach einer hartnäckigen Fersenverletzung, die er sich zu Saisonbeginn zugezogen hatte, wieder im Vollbesitz seiner Kräfte.

"Er könnte uns weiterhelfen", meinte Oenning, der an den kommenden Gegner keine guten Erinnerungen hat. Nach einer 0:3-Niederlage in Köln war er am 21. Dezember 2009 als Cheftrainer des 1. FC Nürnberg entlassen worden. "Wir haben die Chance, auch diese Scharte auszuwetzen", sagte der 45-Jährige.

In erster Linie will Oenning mit der Mannschaft aber das Debakel in München vergessen machen. "Ich hoffe, dass wir eine Reaktion zeigen und Sympathien zurückgewinnen. Ich möchte, dass wir offensiv spielen und das Heft in die Hand nehmen", meinte der neue HSV-Trainer, dessen Zukunft über das Saisonende hinaus weiter offen ist.

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