Handball-Bundestrainer Heiner Brand hat die vielen Trainerwechsel in der Fußball-Bundesliga kritisiert.

"Wenn man von einem Verein zu einem anderen wechselt und dann wieder sagt, dies ist meine große Familie, dann verliert man erheblich an Glaubwürdigkeit", sagte Brand am Rande einer Diskussionsrunde der Stiftung Deutsche Sporthilfe (DSH) im Literaturhaus in Frankfurt am Main.

Brand glaubt, dass man als wechselwütiger Coach "jegliche Vorbildfunktion" verliere.

Knapp zwei Monate nach der verpatzten WM in Schweden beklagte der Gummersbacher den respektlosen Umgang mit dem sportlichen Misserfolg Ende Januar.

"Niederlagen werden im Sport nur noch als Pleiten gesehen, gehören aber zum Sport dazu. Sie sind Ausgangspunkt für neue Höchstleistungen", sagte der 58-jährige Brand und gestand: "Mich haben einige Dinge verletzt."

Brand hatte nach Platz elf bei der WM erklärt, sein Amt zumindest bis zum 30. Juni und damit bis zum Abschluss der EM-Qualifikation weiter ausüben zu wollen. Der Vertrag des Ex-Nationalspielers läuft noch bis 2013.

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