Ex-Bundesliga-Trainer Hans Meyer berurteilt das Facebook-Engagement Magaths kritisch.

"Auch wenn der Ansatz wunderbar volksnah rüberkommt - das ist ein falsches Demokratieverständnis! Wie und was will der Felix diesen 300.000 meist jugendlichen Fans denn antworten? Alle erfolgreichen Trainer dieser Welt werden auch weiterhin Entscheidungen in ihrem Verantwortungsbereich allein treffen", sagte Meyer dem Magazin "11Freunde".

Der 68-Jährige vermutet, dass der neue Wolfsburg-Coach vielleicht den vielen "Besserwissern in der unbefriedigenden Ist-Situation bei S04" ironisch antworten und habe nicht mit dem Ausmaß der Reaktionen gerechnet.

"Vielleicht wurde er auch von irgendwelchen PR-Strategen beraten. Die müsste man dann allerdings in Zukunft tunlichst meiden", äußerte Meyer.

Magath hatte sich nach der Hektik der vergangenen Tage um seinen Wechsel vom Bundesligisten Schalke 04 zum Ligakonkurrenten VfL Wolfsburg auf Facebook zurückgemeldet.

Der 57-Jährige bat um Nachsicht, dass es längere Zeit von ihm keinen Eintrag gegeben habe.

"Zunächst möchte ich um Verständnis dafür bitten, dass ich mich länger hier nicht gemeldet habe", schrieb Magath und fügte an: "Ich habe in meiner Karriere manches erlebt. Die Erfahrungen der letzten Tage waren selbst für mich neu und müssen verarbeitet werden. Das braucht noch etwas Zeit", schrieb Magath.

Wie der neue Coach der "Wölfe" betonte, freue er sich auch weiterhin, via Facebook mit seinen Anhängern Kontakt zu halten.

Am Mittwoch vergangener Woche hatte Schalke die Trennung vom Trainer-Manager Magath vollzogen. Zwei Tage später verpflichtete Wolfsburg den Meister-Coach von 2009 und plant mit ihm den Bundesliga-Klassenerhalt.

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