Ohne die angestrebte Qualifikation für das internationale Geschäft muss Bundesligist Hamburger SV für die kommende Spielzeit Gehaltseinsparungen im einstelligen Millionenbereich vornehmen.

"Wir stehen vor einer schwierigen Saison. Keine Frage. Erreichen wir wieder nicht den Europapokal, müssen wir unseren Gehälter-Etat runterfahren", sagte Interimsboss Carl-Edgar Jarchow der "Bild"-Zeitung und schloss auch Spielerverkäufe nicht aus.

"Wenn Angebote kommen, müssen wir uns ernsthaft mit denen auseinandersetzen", betonte der 55-Jährige, der die Amtsgeschäfte in der vergangenen Woche von Bernd Hoffmann übernommen hatte: "Und dann abwägen, ob der Spieler für uns sportlich unersetzbar ist oder nicht. Oder ob uns die Ablösesumme neuen Handlungsspielraum geben würde."

Allerdings betonte Jarchow auch, dass der Verein finanziell "solide" aufgestellt sei. Niemand müsse sich Sorgen über die wirtschaftliche Situation machen.

Bei der Kaderzusammensetzung soll künftig auf jüngere Spieler gesetzt werden, ohne dabei die Balance zwischen Jugend und Erfahrung zu gefährden.

So kündigte Jarchow auch Gespräche mit den Routiniers Ze Roberto und Frank Rost an. Die Verträge der beiden Oldies laufen zum Saisonende aus.

In der Frage, wer zukünftig auf der Trainerbank des HSV sitzen werde, hielt sich der kommissarische Klubchef zurück. "Diese Entscheidung liegt primär bei unserer sportlichen Führung um Frank Arnesen und Bastian Reinhardt", sagte Jarchow.

Nach der Entlassung von Chefcoach Armin Veh trägt derzeit Michael Oenning die Verantwortung. "Oenning hat Vertrag bis 2012. Mehr gibt es dazu jetzt nicht zu sagen", meinte Jarchow.

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