Nach dem Rundumschlag von Uli Hoeneß haben sich die Attackierten gewehrt.

Dabei reagierte Heribert Bruchhagen mit Unverständnis auf die Aussagen des Bayern-Präsident: "Der Uli sitzt in seinem wunderschönen Haus am Tegernsee und kennt die Nöten und Sorgen der Bundesliga nicht mehr", sagte der Vorstandschef von Eintracht Frankfurt dem "Sport-Informations-Dienst" (SID).

Die Freundschaft will er dem Bayern-Präsidenten trotz der Äußerungen nicht kündigen, schließlich habe der "aus einer Weinlaune heraus" gesprochen: "Wir hatten 15 Jahre ein schlechtes Verhältnis und seit fünf Jahren ein gutes. Und das wird auch so bleiben."

Hoeneß hatte das Comeback von Christoph Daum in der Bundesliga bei Eintracht Frankfurt in einem süffisanten Kommentar auf "Pulver im Kaffee" des Eintracht-Bosses Heribert Bruchhagen zurückgeführt - angesichts von Daums Kokain-Vergangenheit eine sehr gewagte Aussage.

Auch die DFB-Verantwortlichen meldeten sich zu Wort und wiesen die Kritik von Hoeneß zurück, dass es sich bei den Testspielen der Nationalmannschaft lediglich um Geldmacherei handle.

Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff entgegnete am Dienstag, dass Testspiele "für die Entwicklung der Mannschaft und vor allem der jungen Spieler wichtig" seien.

Schärfer fiel die Reaktion von DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach aus: "Ich darf Hoeneß in aller Sachlichkeit daran erinnern, dass die Nationalmannschaft zweimal für den FC Bayern in München angetreten ist: einmal zur Eröffnung der Allianz-Arena und beim Abschiedsspiel für Oliver Kahn."

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