Christoph Daum hat im SPORT1-Interview die Aussagen von Uli Hoeneß, Heribert Bruchhagen hätte bei seiner Verpflichtung als Trainer von Eintracht Frankfurt Pulver im Kaffee gehabt, als "enttäuschend" bezeichnet.

"Ich hatte ihm die Hand gegeben. Ich hatte gehofft, dass wieder Normalität einkehrt, aber da habe ich mich völlig getäuscht. Das ist halt so eine Never-Ending-Story", sagte der 57-Jährige.

Daum äußerte sich zudem über die Ziele bei seinem neuen Verein:

"Ich glaube, dass mit dieser Mannschaft der Klassenerhalt gesichert werden kann ? und das ist das Wichtigste ? und dass wir mit einer Einstellungsänderung schon in Wolfsburg ein Ausrufezeichen setzen. Was dann in der nächsten Saison ist, wohin sich diese Mannschaft noch entwickeln kann, ist der zweite Schritt".

Dass Daum bei seinem Engagement bei den Hessen finanzielle Abstriche machen musste, hat er dank der sportlichen Chancen in Kauf genommen.

"Ich habe es Heribert Bruchhagen überlassen. Ich habe ihn gefragt: 'Was seid ihr in der Lage zu zahlen?' Er hat mir eine Summe genannt und ich habe gesagt: 'Einverstanden'. Ich habe keinen Berater dabei gehabt, keinen Anwalt. Ich habe das, was die Eintracht bezahlen kann, akzeptiert. Es gab keine Pokerei, denn für mich war das Finanzielle absolut nachrangig."

Auch die Frage, ob sich Daum einmal eine Position als Trainer der türkischen Nationalmannschaft vorstellen könnte, ließ er offen.

"Warum nicht. Ich werde in der Türkei immer ein Thema sein. Ich habe da einen sehr guten Stellenwert, sehr gute Kontakte zur türkischen Fußball-Föderation. Dann habe ich über einen langen Zeitraum nicht nur erfolgreich gearbeitet, sondern auch den türkischen Fußball mit beeinflusst ? das wird immer wieder zur Sprache kommen."

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