Rückendeckung für Christoph Daum, Breitseite gegen Uli Hoeneß: Eintracht Frankfurts Vorstandschef Heribert Bruchhagen kritisierte Bayern-Präsident Hoeneß für dessen Kommentare zur Verpflichtung von Daum als neuem Trainer des hessischen Bundesligisten.

"Es ist einfach ärgerlich und unnötig, das Uli auf diese elf Jahre zurückliegende Kokain-Affäre anspielt. Er ist zu weit weg von Eintracht Frankfurt", sagte Bruchhagen in einem Interview mit der "Neuen Westfälischen".

Hoeneß hatte nach dem Daum-Deal der Eintracht gemutmaßt, Bruchhagen müsse bei der Verpflichtung "irgendein Pülverchen im Kaffee" gehabt haben. "Ich habe mir das Video des fraglichen Interviews angesehen und sage: Er hat es aus einer Weinlaune heraus gesagt", sagte Bruchhagen.

Viel Lob verteilte Bruchhagen dagegen für seinen neuen Trainer: "Er macht seine Arbeit sehr engagiert. Morgens ist er vor mir hier."

Seine eigene Zukunft lässt der 62-Jährige offen: "Ich kann mir gut vorstellen, noch ein paar Jahre in der Bundesliga tätig zu sein. Es ist nicht auszuschließen, dass ich meinen Vertrag verlängere", sagte Bruchhagen, dessen derzeitiger Kontrakt 2012 ausläuft.

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