DFB-Mediendirektor Ralf Köttker hat im SPORT1-Doppelpass den Spielabbruch der Partie zwischen Schalke und St. Pauli als einzige richtige Reaktion verteidigt.

"Wenn ein Mitglied des Schiedsrichterteams angegriffen wird und zu Boden geht, gibt es nur eine einzige Möglichkeit: Abbruch - und zwar sofort", so Köttker: "Das heißt, ganz egal ob In der ersten Minute oder in der 87., in einem solchen Fall muss sofort abgebrochen werden."

Zugleich mahnte Köttker die Schwere des Becherwurfs aus St. Paulis Fankurve gegen Schiedsrichter-Assistent Thorsten Schiffner nicht zu unterschätzen:

"Wenn man einen Bierbecher aus dieser Entfernung ins Genick bekommt und vor allem sich nicht auf den Wurf einstellen kann dann ist das nicht ohne und es ist tatsächlich alles andere als ein Kavaliersdelikt."

Köttner geht davon aus, dass das Spiel genauso gewertet wird, wie der Spielstand beim Abbruch lautete:

"Es gibt ein Regelergebnis für einen Spielabbruch: das lautet 2:0. Ich will jetzt nicht dem Ergebnis des Sportgerichts vorgreifen, aber das ist das Regelergebnis und daran kann man sich orientieren."

Dem FC St. Pauli, aus dessen Fankurve der Becher kam, drohen darüber hinaus einer Geldstrafe, ein Geisterspiel oder im schlimmsten Fall eine Platzsperre.

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