Liga-Boss Reinhard Rauball hat die Kritik von Bundestrainer Joachim Löw an der Bundesliga gekontert.

"Schalke 04 hat mit dem Triumph gegen Inter Mailand die passende Antwort auf die Kritik von Joachim Löw gegeben. Die Aussagen des Bundestrainers waren undifferenziert und tun der Bundesliga unrecht", sagte der Präsident von Borussia Dortmund im Gespräch mit der "WAZ".

Löw hatte am Vortag die Bundesliga kritisiert und gesagt, dass das Oberhaus noch lange nicht an der europäischen Spitze angekommen sei.

"Wir sind schon noch ein Stück hinterher, das muss man so deutlich sagen. In diesem Jahr hat mit Schalke nur eine deutsche Mannschaft das Viertelfinale in einem europäischen Wettbewerb erreicht - England und Spanien schicken mehrere Teams ins Rennen. Das spricht jetzt nicht für die Bundesliga", so der 51-Jährige bei "Eurosport".

Rauball ist völlig anderer Ansicht. "Die laufende Saison ist nur eine Momentaufnahme, der Trend zeigt ungebrochen nach oben. Darüber hinaus sind die internationalen Erfolge anderer Ligen oftmals durch Schuldenmacherei und zu Lasten des nationalen Wettbewerbs teuer erkauft", entgegnete Rauball und schrieb Löw zudem auf die Fahne:

"Und im Übrigen wundert es mich, wenn über mangelnde internationale Erfolge der Vereinsmannschaften geklagt wird: Der letzte Titelgewinn der A-Nationalmannschaft liegt schließlich anderthalb Jahrzehnte zurück."

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