Einige Fans des FC St. Pauli wollen sich mit dem drohenden "Geisterspiel" am 23. April gegen Werder Bremen nicht abfinden und erwägen eine Schadenersatzklage gegen den Deutschen Fußball-Bund (DFB).

Die Hamburger Wirtschaftsrechtskanzlei KWAG beurteilt die Bestrafung des Kiezklubs als "völlig unangemessen" und kündigte ein rigoroses Vorgehen gegen die am Donnerstag bevorstehende Entscheidung des DFB-Sportgerichtes an.

"Als Juristen sind die Gerichtssäle unser Spielfeld, und wir werden versuchen, dem DFB hier eine empfindliche Niederlage beizubringen", sagte Jens-Peter Gieschen.

Der Rechtsanwalt hat als bekennender St. Pauli-Fan zwei Business-Plätze im Millerntor-Stadion gemietet und hatte geplant, mit Mandanten und Geschäftspartnern dem Nordderby beizuwohnen. "Der Besuch der Stadions ist Teil unserer Werbemaßnahmen", sagte Gieschen und lässt deshalb, "die Sanktion des DFB auf ihre Angemessenheit überprüfen".

Unterstützung erhält die hanseatische Kanzlei von Kai-Oliver Knops von der Hamburger Universität. Der Professor für Zivil- und Wirtschaftsrecht schätzt die Schadenersatzklage, die er persönlich vorbereitet, zwar nicht als "Selbstläufer" ein, juristischer Erfolg sei jedoch nicht ausgeschlossen.

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