Bundesligist 1899 Hoffenheim hat im Zuge seiner Trainersuche für die kommende Saison erstmals konkrete Verhandlungen mit Holger Stanislawski vom Liga-Konkurrenten FC St. Pauli bestätigt.

"Wir befinden uns in sehr zielführenden Gesprächen. Wir wollen aber keine Wasserstandsmeldungen abgeben. Auch vor dem Hintergrund, dass Holger Stanislawski noch bei seinem Verein im Abstiegskampf steht", sagte Hoffenheims Manager Ernst Tanner am Donnerstag.

Stanislawski hatte am Mittwoch bekannt gegeben, dass er den Kiezklub am Saisonende nach 18 Jahren verlassen wird. Nur einen Tag zuvor hatten die Hoffenheimer die Trennung von Trainer Marco Pezzaiuoli zum Saisonende bestätigt.

Derzeit ist es aber offenbar denkbar, dass Stanislawski und Pezzaiuoli ab der kommenden Runde gemeinsam im Kraichgau arbeiten.

Pezzaiuoli besitzt beim derzeitigen Tabellen-Zehnten noch einen Co-Trainer-Vertrag bis 2013. Ein neuer Coach dürfe einen seiner Assistenten bestimmen. "Alles weitere bestimmt der Verein", sagte Tanner dazu.

Tanner deutete an, dass der Führungsstil von Pezzaiuoli für Probleme gesorgt habe. Zuletzt hatten sich Sejad Salihovic und Vedad Ibisevic Disziplinlosigkeiten geleistet.

"Marco hat seinen eigenen Stil. Und der ist sehr konträr zu dem, was die Mannschaft gekannt hat. Sie hat das ein oder andere ausgenutzt", erklärte der 1899-Manager: "Wir haben dann disziplinarisch eingewirkt auf den ein oder anderen."

Pezzaiuoli selbst stellte sich trotz der Kündigung am Saisonende ein gutes Zeugnis aus.

"Die Ziele, die Mannschaft weiterzuentwickeln und nach dem Umbruch in ruhigeres Fahrwasser zu lenken, wurden von mir klar definiert und auch erreicht", meinte der 42-Jährige und betonte: "Ich sehe mich weiterhin als Bundesligatrainer. Ich habe in Hoffenheim noch einen langfristigen Vertrag, wir werden sehen."

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