Die Lübecker Lohmühle ist bei der Suche nach einem Ausweichstadion für das erste Heimspiel des FC St. Pauli in der neuen Saison die erste Option.

"Wir würden uns freuen, St. Pauli bei uns begrüßen zu können und sind gerne bereit, unser Stadion zur Verfügung zu stellen", erklärte dazu der VfB-Vorstandsvorsitzende Holger Leu am Freitag.

Der Bundesliga-17. war am Donnerstag nach einer mündlichen Verhandlung vom DFB-Sportgericht dazu verurteilt worden, in der neuen Spielzeit die erste Gastmannschaft in einer Arena zu empfangen, die mindestens 50 Kilometer von Hamburg entfernt ist.

Der Verband sanktionierte damit den Bierbecherwurf eines Fans beim Heimspiel der Hanseaten gegen den Schalke 04 (0:2), das Schiedsrichter Dennis Aytekin daraufhin in der 89. Minute abgebrochen hatte. Sein Assistent Thorsten Schiffner war von dem Wurfgeschoss getroffen worden und zu Boden gegangen.

Das Lohmühlenstadion bietet 17.869 Zuschauern Platz. Laut DFB-Urteil sind insgesamt 13.750 Besucher beim St. Pauli-Spiel zugelassen.

Der letzte Auftritt des Kiez-Klubs in Lübeck war am 25. März 2008 ein Benefizspiel zugunsten des VfB. St. Paulis Sportdirektor Helmut Schulte war von 1994 bis 1996 als Manager beim ehemaligen Zweitligisten tätig.

Als mögliche weitere Ausweich-Alternativen für die Norddeutschen kommen das Holstein-Stadion in Kiel sowie die Bundesliga-Arenen in Hannover und Bremen in Frage.

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