Überraschender Rückzieher vor dem im Sommer anstehenden Prozess um die Abschaffung der 50+1-Regel in der Bundesliga: Kläger Martin Kind, Präsident des Bundesligisten Hannover 96, hat den eingereichten Befangenheitsantrag gegen den vom Ligaverband benannten Schiedsrichter Götz Eilers völlig unerwartet zurückgezogen.

"Es ist richtig, dass wir den Befangenheitsantrag zurückgezogen haben. Wir sind darum gebeten worden und haben dem Wunsch dann auch entsprochen", sagte Kind am Mittwoch dem "SID". Dennoch ist der 96-Boss weiter der festen Überzeugung, dass er als Gewinner aus dem Verfahren hervorgehen wird und die seit Jahren viel diskutierte Investorenregel abgeschafft wird: "Nach den Gesprächen mit unseren Rechtsvertretern bin ich weiterhin sehr optimistisch, dass wir mit der Klage Erfolg haben werden."

Dennoch hat der Ligaverband, der den ersten Antrag von Kind bereits Ende November 2009 mit deutlicher Mehrheit abgelehnt hatte, mit der Rücknahme des Befangenheitsantrags von Kind vor dem nach "SID"-Informationen in der ersten Juli-Woche anstehenden Prozess vor dem Ständigen Schiedsgericht des DFB einen ersten Teilerfolg eingefahren.

Die in der Bundesliga geltende 50+1-Regel verhindert, dass Investoren wie zum Beispiel in England mehr als 50 Prozent der Klub-Anteile erwerben können.

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