Ein kurioses Polizei-Verfahren läuft gegen den Bus-Fahrer des FC Bayern München. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, geht es um eine Geisterfahrt zum Stadion.

Als der Mannschaftsbus am Samstag um 14.20 Uhr (70 Minuten vor Spielbeginn) im Stau auf der Frankfurter Kennedyallee steckte, die Polizei-Eskorte auch nicht weiterhelfen konnte, war der FCB-Busfahrer über zwei durchgezogene Linien und trotz möglichen Gegenverkehrs auf die Gegenfahrbahn gedreht.

Nun hat die Frankfurter Polizei ein Ordnungswidrigkeits-Verfahren gegen den Busfahrer eingeleitet.

Im besten Fall kommt der Fahrer mit einem Bußgeld von bis zu 2000 Euro davon. Möglicherweise gibt es dazu vier Punkte und einen Monat Fahrverbot.

Im schlimmsten Fall wird wegen "gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr" ermittelt. Dann drohen eine zusätzliche Geldstrafe oder sogar Haft. Auch Führerscheinentzug ist möglich.

FCB-Mediendirektor Markus Hörwick sagte zu dem Vorfall: "Es mögen vielleicht 200 Meter gewesen sein. Es kam kein Gegenverkehr." Hörwick macht die Polizei für den Zeitdruck verantwortlich: "Nach deren Auskunft sollte die Fahrt vom Hotel ins Stadion 20 Minuten dauern."

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel