Im Transfer-Poker um Manuel Neuer hat Schalkes Aufsichtsratschef Clemens Tönnies schwere Vorwürfe gegen den FC Bayern im Allgemeinen und Uli Hoeneß im Besonderen erhoben.

Er vermutet System dahinter, dass die Münchner gerade jetzt das Interesse am Schalker Nationaltorwart öffentlich gemacht haben.

In "Sport Bild" sagte Tönnies dazu: "Mit sportlicher Fairness hat das wenig zu tun, so etwas hat ein FC Bayern eigentlich nicht nötig. Es ist nicht ungewöhnlich, dass es diese Störfeuer aus München immer wieder vor wichtigen Spielen gibt. Wir stehen vor den sportlich wichtigsten Begegnungen seit Jahren ? und ausgerechnet dann kommt der liebe Uli (Hoeneß; d. Red.) so um die Ecke!"

Neben den Champions-League-Spielen gegen Manchester United muss Schalke am Samstag beim FC Bayern antreten. Hintergrund für die Wut von Tönnies: Neuer hatte am 16. April zwar gesagt: "Alle Sachen sind geklärt. Die Leute, die was wissen müssen, wissen Bescheid." Aber das ließ noch Luft für Spekulationen. Präsident Uli Hoeneß (59) betonte am 17. April, dass er die Entscheidung Neuers kenne ? und sagte auf die Frage, ob er mit dieser zufrieden sei: "Schaun mer mal."

Tönnies schimpft nun in "Sport Bild": "Mir fällt es schwer, an Zufall zu glauben, weil wir das vor zwei Jahren ganz ähnlich erleben mussten. Da wurde auf einmal kolportiert, Rafinha werde zum FC Bayern wechseln. Prompt wurde er bei unserem Heimspiel gegen den SC Freiburg ausgepfiffen, unsere Mannschaft wirkte verunsichert. Noch mal: So etwas hat der FC Bayern doch nicht nötig!"

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