Die Revolte von Stefan Effenberg gegen die Klubführung des abstiegsgefährdeten Bundesligisten Borussia Mönchengladbach stößt bei den Fans offensichtlich auf wenig Gegenliebe.

Das Fanprojekt Mönchengladbach (FPMG) äußerte sich äußerst kritisch zu den Plänen der Oppositionsbewegung um Norbert Kox und dessen Frontmann Effenberg.

"Niemand will die totale Revolution. Wir Fans wollen nur, dass die aktuellen Verantwortlichen kritisch hinterfragen, warum es schon seit Jahren eine solche Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit gibt und von sich aus die Konsequenzen ziehen. Besonders kritisch wurde die Position des Präsidenten Rolf Königs gesehen", sagte Matthias Neumann, Sprecher des Fanprojekts RP online.

200 Mitglieder hätten bei der Jahreshauptversammlung der Dachorganisation aller Borussia-Fans kontrovers, aber konstruktiv diskutiert, sagte Neumann.

Effenberg, der von der Initiative als Sportdirektor-Kandidat vorgestellt worden war, konnte die Gladbach-Fans aber nicht von seinen Plänen überzeugen.

"Die breite Mehrheit war an diesem Abend gegen die Initiative, da die von dieser geplanten Strukturänderungen nicht umfänglich mitgetragen werden", sagte Neumann.

Grundsätzlich fordern die Anhänger aber Veränderungen beim fünfmaligen deutschen Meister.

"Der Mythos sind die Fans, der beschriebene Weg der Fohlenphilosophie mit den Wurzeln in den 70er Jahren muss weiter beschritten werden, Anteile und Rechte des Vereins dürfen nicht verkauft werden, und es dürfen keine Sponsoren in den Aufsichtsrat", formulierte die Initiative ihre Thesen.

Neben der Initiative Borussia hat auch die "Mitgliederoffensive 2007/2011" Anträge auf Satzungsänderungen eingereicht.

Diese könnte von der Aversion der Fans gegen die Ideen der Initiative Borussia profitieren.

"Es kann natürlich sein, dass viele Fans sich dann für diese Alternative entscheiden", sagte Neumann.

Es gibt allerdings keine Direktive des Fanprojekts für die Mitgliederversammlung des Vereins am 29. Mai.

"Wir haben unsere Mitglieder aufgeklärt, jeder muss nun selbst entscheiden, wen er wählt", sagte Neumann.

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