Trotz des drohenden Absturzes in die zweite Liga hat Vorstandsboss Heribert Bruchhagen vom Eintracht Frankfurt einen vorzeitigen Rücktritt kategorisch ausgeschlossen.

"Quatsch! Im Gegenteil, ich bin ja mitverantwortlich - vielleicht der Hauptverantwortliche. Wir müssen weiterarbeiten, können jetzt nicht paralysiert herumsitzen", sagte Bruchhagen, dessen Vertrag bis Juni 2012 aber offenbar nur für die 1. Liga gilt, der "Bild".

Als rein "hypothetisch" bezeichnete Bruchhagen zudem die Frage, ob es die richtige Entscheidung gewesen sei, den bislang glücklosen Christoph Daum als vermeintlichen Retter zu verpflichten.

"Wir müssen jetzt alle Kräfte bündeln und Nebenkriegsschauplätze vermeiden", sagte der 62-Jährige, der den freien Fall der Hessen in der Rückrunde für einmalig hält: "In der Bundesliga hat es das noch nie gegeben, so einen Absturz nach einer vielversprechenden Hinrunde."

Mit 26 Punkten und den Blick nach Europa gerichtet war die Eintracht in die Winterpause gegangen.

Doch mit Beginn der Rückrunde traf auf einmal Torjäger Theofanis Gekas nicht mehr, zudem weitete sich insbesondere in der Defensive die Personalmisere wegen Verletzungen aus.

Beim laut Trainer Daum ersten "Abstiegsendspiel" gegen den 1. FC Köln, Ex-Klub des Coaches, am kommenden Samstag (15.30 LIGA total!) fehlen neben dem Langzeitverletzten Maik Franz in der Abwehr der US-Amerikaner Ricardo Clark (Muskelfaserriss in der Wade) und der gesperrte Sebastian Rode.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel