Nach den Ausschreitungen im Anschluss an das Derby zwischen Eintracht Frankfurt beim FSV Mainz 05 (0:3) hat sich nun die Fan-Gruppierung Ultras gegen das Verhalten der Polizei zur Wehr gesetzt.

Rund 200 Eintracht-Hooligans hatten am Samstagabend vor der heimischen Arena für Randale gesorgt. D

ie Anhänger passten den Teambus der Hessen nach der Rückkehr vom verlorenen Rhein-Main-Derby ab, anschließend kam es zu einer Konfrontation mit der Polizei und insgesamt 20 Festnahmen.

Ein ziviler Polizist hatte im Zuge der Vorfälle einen Warnschuss abgegeben, den die Ultras Frankfurt als völlig unverhältnismäßig bezeichneten.

"Nach Entdecken der gezogenen Waffe, ging eine Gruppe langsam, aber mit deutlichen Worten auf die genannte Person zu. Es wurden Fragen gestellt, was diese Provokation bezwecken solle, welchen Zweck diese Aktion habe, wo die Gefahr sei, wo die Verhältnismäßigkeit sei und ob er die Gruppe erschießen wolle", hieß es in einer Pressemitteilung der Ultras.

Anschließend habe der in Zivil gekleidete Polizist die Waffe kurzzeitig weggesteckt, nach einigen Sekunden aber erneut gezogen.

"Damit wurde eindeutig eine Grenze überschritten! Ca. 15 Personen gingen in die Richtung der Person und forderten ihn auf zu schießen, es kam dabei auch zu Beschimpfungen der Person. Durch die von ihm offensichtlich empfundene Bedrohung verlor er die Nerven und gab einen Warnschuss in die Luft ab, ohne vorher irgendeine Warnung auszusprechen. Zwischenzeitlich richtete er die Waffe auch direkt auf einzelne Leute aus der Gruppe", schrieben die Ultras weiter.

Die Polizei hatte den Warnschuss des Beamten damit erklärt, dass sich dieser bedroht gefühlt habe.

Frankfurts Vorstandsboss Heribert Bruchhagen bezog im "Kicker" Stellung: "Immer wenn der Misserfolg da ist, kommt es irgendwann zu Aktionen der Fans. Sie wollen die Mannschaft zur Rede stellen. Ein Gesprächsangebot von von drei Spielern und Herrn Daum war zuvor abgelehnt worden mit dem Hinweis auf vorhergehende Geschehnisse, dem Warnschuss der Polizei."

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