Trainer Christoph Daum vom abstiegsbedrohten Bundesligisten Eintracht Frankfurt hat auch eineinhalb Jahre nach dem Selbstmord des früheren Nationaltorhüters Robert Enke kein Umdenken im Fußball und der Gesellschaft generell festgestellt.

"Es hat sich nicht viel verändert in dieser Gesellschaft. Es ist immer noch so: Du darfst nicht schwach sein, du musst stark sein. Diese Gesellschaft ist noch nicht dazu bereit, in Führungspositionen schwache Menschen zu akzeptieren", sagte der Coach der "Bild"-Zeitung.

Daum bezog seine Aussagen auf die momentane Situation der Eintracht-Profis, die zusätzlich zur angespannten Lage im Abstiegskampf heftige Kritik von allen Seiten einstecken müssen: "Mit populistischen Äußerungen in solchen Situationen werden sie immer die Mehrheit auf Ihrer Seite haben. Nur: Die Leute müssen sich mal überlegen, wie die Spieler und deren Familien reagieren, welchen Äußerungen, welchem Druck sie ausgesetzt sind."

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