VW-Chef Martin Winterkorn will beim VfL Wolfsburg nach dem desolaten Saisonverlauf einen tiefen Einschnitt vornehmen.

Trainer Felix Magath steht aber nicht zur Disposition. "Wir werden die richtigen Konsequenzen ziehen, die Verpflichtung von Felix Magath war der Anfang. Der VfL Wolfsburg gehört nicht dahin, wo er zurzeit steht", sagte Winterkorn dem "kicker". VW hält 100 Prozent an der VfL Wolfsburg-Fußball GmbH.

Der Konzern-Chef kritisierte den Auftritt der Mannschaft beim 1:2 am Samstag zu Hause gegen den 1. FC Kaiserslautern. "Ich bin sehr enttäuscht", sagte Winterkorn. "Nach dem 1:0 hat das Team nicht weitergespielt, nach dem 1:2 hat es sich im Prinzip aufgegeben. Ich hatte das Gefühl, die Mannschaft bäumt sich nicht mehr auf."

Vor dem letzten Spiel am Samstag bei 1899 Hoffenheim sieht der Konzern-Boss dennoch weiterhin Chancen auf den Klassenverbleib.

"Wir haben es zum Glück immer noch selbst in der Hand und können uns in Hoffenheim aus eigener Kraft retten. Felix Magath wird die richtigen Entscheidungen treffen."

Wolfsburg (35 Punkte) kämpft am Samstag mit Gladbach (35, spielt in Hamburg) und Frankfurt (34/in Dortmund) darum, wer am Ende direkt absteigt (Platz 17), in die Relegation muss (Platz 16) oder den Klassenerhalt sichert (Platz 15).

Hoffnungen macht Winterkorn für das Spiel in Hoffenheim vor allem die Rückkehr von Grafite, der Samstag wegen Gelbsperre aussetzen musste. "Gegen Kaiserslautern hat man gesehen, das ein Grafite einfach fehlt. Wir hatten vorne zu viele Leichtgewichte."

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