Die Vorbereitungen des Bundesligisten Eintracht Frankfurt für den Fall des Abstiegs werden konkret. Neuer Trainer soll Thomas Doll werden. Das berichtet "Sport Bild" unter Berufung auf die Führungsetage des Vereins.

Der ehemalige Mittelfeldspieler, der in der Bundesliga den Hamburger SV und Borussia Dortmund trainierte, stand zuletzt in der Türkei bei Genclerbirligi Ankara unter Vertrag und soll Christoph Daum ersetzen.

Doll, der von 1993 bis 1996 selbst für die auf Hessen spielte und dort Publikumsliebling war, sagt gegenüber "Sport Bild": "Im Sommer möchte ich wieder loslegen. Ich würde gerne in Deutschland arbeiten bei einem Traditionsverein in der 1. oder 2. Liga.

Das Anforderungsprofil passt zur Eintracht, die vor dem letzten Spiel bei Borussia Dortmund auf dem 17. Platz steht und deshalb den direkten Abstieg befürchten muss.

Neben einem Trainer sucht Frankfurt einen Sportdirektor. Top-Kandidat ist Dietmar Beiersdorfer, der bis April bei Red Bull in Salzburg unter Vertrag stand. Beiersdorfer arbeitete mit Doll bereits beim HSV zusammen, den sie 2006 gemeinsam in die Champions League führten.

"Beiersdorfer hat bei uns einen guten Namen", wird ein Aufsichtsrat zitiert. Das Gremium tritt am kommenden Montag zusammen.

Im Aufsichtsrat kommt es gerade zu einem Machtkampf. Auf der einen Seite die Befürworter von Frankfurts Vorstandschef Heribert Bruchhagen, dessen Vertrag bis 2012 nur für die erste Liga gilt, auf der anderen die Kritiker. Wilhelm Bender, Vorsitzender des Aufsichtsrats, sagt: "Ich halte sehr viel von Heribert Bruchhagen. Er hat dem Verein eine seriöse Linie gegeben."

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