Um 17.42 Uhr hielt Borussia Dortmund endlich die Meisterschale in den Händen.

Als BVB-Präsident Reinhard Rauball in seiner Funktion als Liga-Boss die begehrte Trophäe an Kapitän Roman Weidenfeller überreichte, geriet das mit 80.720 Zuschauern ausverkaufte Stadion zu einem Tollhaus. Die Zeremonie war zugleich der Startschuss für die Mega-Meisterparty, die am Sonntag mit dem Autokorso der Mannschaft vor geschätzten rund 400..000 Menschen auf den Straßen fortgesetzt wird.

Im gelben Konfettiregen reckte Weidenfeller die "Salatschüssel" in die Höhe, bevor sich die Spieler mit ihren silbernen Meistermedaillen um den Hals unter dem ohrenbetäubenden Gesängen der Fans mit dem Objekt der Begierde zu einer Ehrenrunde aufmachten.

Für einen Wermutstropfen nach dem Abpfiff sorgten ausgerechnet die eigenen Fans, von denen einige, trotz zahlreicher Appelle von Spielern, Trainer und Funktionären während der Woche den Rasen stürmen wollten und eine Absperrung hinter dem Tor durchbrachen. Erst die Spieler, allen voran Mannschaftskapitän Weidenfeller, vermochten mit beschwörenden Worten an die wenigen undisziplinierten Fans ein noch größeres und möglicherweise folgenschweres Chaos zu verhindern.

Vor der Begegnung hatten sich die kompletten rund 25.000 Fans auf der legendäre Südtribüne von ihrer besten Seite gezeigt, ihre neuen "Helden" mit Zig-Tausend gelben und schwarzen Fahnen und einer farbenprächtigen schwarz-gelben Choreografie sowie einer riesigen Meisterschale empfangen.

Unmittelbar vor dem Anpfiff hatten BVB-Geschäftsfühhrer Hans-Joachim Watzke und Sportdirektor Michael Zorc Nuri Sahin, der zu Real Madrid wechseln wird, und Publikumsliebling Dede auf dem Rasen verabschiedet und für Gänsehautatmosphäre gesorgt.

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