Michael Skibbe hat Vorstandschef Heribert Bruchhagen für den Abstieg von Eintracht Frankfurt aus der Bundesliga verantwortlich gemacht.

"Wir hatten viele verletzte Spieler. Es wurde keinerlei Ersatz für die vielen Ausfälle geholt. Deshalb haben einige Spieler auch keine Perspektiven mehr gesehen und wollten ihre Verträge nicht vorzeitig verlängern. Ich kann nur sagen, dass wir hätten handeln müssen. Stillstand und verwalten, davon halte ich nichts", sagte der 45-Jährige der "Bild".

Skibbe war nach dem 2:1-Sieg gegen den FC St. Pauli Mitte März bei der Eintracht entlassen worden. Anschließend wurde Christoph Daum als Trainer verpflichtet. Doch er holte mit den Hessen in sieben Spielen nur drei Punkte und stieg als Tabellenvorletzter sang- und klanglos ab.

"Es klingt vielleicht abgedroschen, aber der Abstieg geht mir sehr nahe. Ich habe gerne in Frankfurt gearbeitet und bin überzeugt, dass wir mit mir als Trainer drin geblieben wären", sagte Skibbe.

Unterdessen läuft in Frankfurt die Suche nach einem Sport-Manager und einem Trainer weiter auf Hochtouren. Am Mittwoch sickerte durch, dass die Eintracht anscheinend an Cottbus-Trainer "Pele" Wollitz interessiert ist. Wollitz besitzt in der Lausitz zwar noch einen Vertrag bis 2013.

Gerüchte über konkrete Verhandlungen mit dem Deutschen Meister von 1959 dementierte Wollitz jedoch. "Das ist eine Ente. Es gab keine Gespräche zwischen mir und der Eintracht. Ich habe mich weder dort beworben noch jemanden beauftragt, mich dort anzubieten", sagte Wollitz: "Wenn ein anderer Klub Interesse an mir hat, muss er sich mit meinem Präsidenten Ulrich Lepsch in Verbindung setzen. Das ist nach meinem Stand nicht passiert. Ich habe einen Vertrag in Cottbus, alles andere interessiert mich nicht."

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