Bernd Hoffmann, ehemaliger Vorstandsvorsitzender des Hamburger SV, hat sich nach seiner Entlassung am 16. März erstmals zu seinem Abschied geäußert und dabei Fehler eingeräumt.

Vor allem die Vertragsverlängerung mit Stürmer Paolo Guerrero sieht der 46-Jährige im Nachhinein kritisch.

"Von Paolos Fähigkeiten waren wir alle überzeugt, aber natürlich kann man rückblickend darüber diskutieren, ob es besser gewesen wäre, hier ein Zeichen zu setzen", sagte er dem Hamburger Abendblatt.

Die Vertragsverlängerung des Peruaners wurde in der Hansestadt sehr kontrovers diskutiert, nachdem der Südamerikaner einem Fan eine Trinkflasche an den Kopf geworfen hatte.

Überdies konnte der 27-Jährige auch sportlich nur selten überzeugen.

Zudem bedauert Hoffmann rückblickend, dass die Hanseaten Meistertrainer Jürgen Klopp nicht an die Elbe lotsen konnten: "Klopp war im Aufsichtsrat und im Vorstand nicht mehrheitsfähig. Ich wollte keinen Krawall, habe zu früh eingelenkt."

Enttäuscht ist der gebürtige Leverkusener darüber, dass die Norddeutschen ihn nach acht Jahren im Amt bisher nicht offiziell verabschiedet haben: "Ich hatte die zweitlängste Amtszeit aller HSV-Präsidenten. Ich denke, das hätte eine angemessene Verabschiedung verdient."

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