Franz Beckenbauer wünscht sich von Sportdirektor Christian Nerlinger beim Deutschen Rekordmeister Bayern München eine offensivere Rolle.

"Christian Nerlinger hat einen guten Job gemacht. Doch leider ist er nicht so aus dem Hintergrund getreten. Das wird sich ändern. Das muss sich ändern, damit er akzeptiert wird", sagte Beckenbauer bei "Sky".

Beckenbauer warf ein, dass es Nerlinger auch deshalb schwer habe, weil sich Präsident Uli Hoeneß nicht wie geplant zurückgezogen habe.

"Wenn der Uli in seinem Büro ist, dann gehen doch alle zum Uli und laufen an Nerlingers Büro vorbei", sagte Bayerns Ehrenpräsident.

Hoeneß sei es aber zu verdanken, dass man sich von Trainer Louis van Gaal getrennt habe. "Wenn der Uli das nicht gemacht hätte, wäre van Gaal immer noch Trainer und wir ständen auf Rang acht."

Lobende Worte fand Beckenbauer für Trainer Markus Babbel von Bundesliga-Aufsteiger Hertha BSC Berlin.

"Babbel hat Hervorragendes geleistet. Man wird noch viel von ihm hören. Er hat das Bayern-Gen. Der stößt mal in die Klopp-Dynastie. Er war schon als Spieler ein ruhiger und intelligenter Bursche", sagte der "Kaiser".

Ein Engagement von Babbel bei den Bayern in zwei, drei Jahren, wenn Jupp Heynckes nicht mehr zur Verfügung stehe, sei "durchaus denkbar".

Von seinen Bayern erwartete Beckenbauer zur neuen Saison eine deutliche Steigerung. In der Abwehr müsste personell nachgebessert werden.

Nils Petersen, dessen Wechsel vom Zweitligisten Energie Cottbus an die Isar am Donnerstag vollzogen worden war, kennt Beckenbauer kaum. "Vielleicht hat man ihn geholt, weil er ein Talent ist. Er wird sicher seine Tore machen."

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