Der sofortige Wechsel von Manuel Neuer zum Rekordmeister Bayern München ist anscheinend noch längst nicht perfekt.

"Wir haben noch die eine oder andere Überlegung, und es kann gut sein, dass er dann noch ein Jahr bleibt", sagte Schalkes Aufsichtsratsvorsitzender Clemens Tönnies nach dem 5:0-Sieg der Königsblauen im DFB-Pokalfinale gegen den MSV Duisburg in der "ARD".

"Ich denke, dass im Laufe der kommenden Woche eine Entscheidung bekannt gegeben wird. Er ist ein Schlüsselspieler, da machen wir es uns nicht leicht."

Schalkes Sportdirektor Horst Heldt sagte, dass ein Münchner Angebot vorliege und "auch nicht mehr nachverhandelt" werde: "Jetzt müssen wir eine Entscheidung treffen."

Neuer selbst hatte nach seinem ersten Titelgewinn mit Schalke erklärt, seine Zukunft selbst noch nicht zu kennen.

"Ich habe keine Ahnung, das liegt bei den Verantwortlichen", sagte Neuer bei "Sky" auf die Frage nach seinem Wechsel.

In Bezug auf einen mutmaßlichen Zeitpunkt für die Vollzugsmeldung fügte er hinzu: "Ich kann nicht sagen, wann etwas vermeldet wird, weil ich nicht in der Position bin. Ich habe keine Informationen, ich warte auch darauf."

Allgemein war der Vollzug des Transfers nach dem Pokalfinale als Saisonabschluss der Schalker erwartet worden.

Als Ablösesumme für Neuer, der in München einen Vierjahresvertrag erhalten soll, sind inklusive aller Sonderzahlungen rund 25 Millionen Euro im Gespräch.

Schalke hat auch durch einen neuen Vertrag mit seinem russischen Hauptsponsor Gazprom offenbar größeren finanziellen Spielraum erhalten.

Tönnies sagte zu seinen Vertragsverhandlungen in Russland: "Ich kann nur sagen, dass der Ministerpräsident (Wladimir Putin, d. Red.) ein großer Fan von Manuel Neuer ist und auch Gazprom ein großes Interesse hat, ihn zu halten."

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