Der Hamburger SV hat im laufenden Geschäftsjahr ein Minus von drei Millionen Euro gemacht. Dies gab der Vorstandsvorsitzende Carl Jarchow im Rahmen einer Informationsveranstaltung für Mitglieder bekannt.

Der Nachfolger von Bernd Hoffmann, der im März den Verein verlassen musste, widersprach damit Meldungen, nach denen das Defizit mehr als zehn Millionen Euro betragen würde.

"Der HSV ist solide aufgestellt, auch wenn der finanzielle Spielraum für die kommende Saison geringer ist als in den vergangenen Jahren. Jetzt geht es darum, im Rahmen unserer Möglichkeiten eine Mannschaft mit Perspektive zusammenzustellen", sagte der 56-Jährige.

In der kommenden Saison sei es für den HSV nicht möglich, um Titel mitzuspielen: "Ich möchte den Verein oben sehen, gar keine Frage. In der nächsten Saison ist unser Ziel allerdings, um Platz sechs mitzuspielen."

Der Aufsichtsratsvorsitzende Ernst-Otto Rieckhoff äußerte sich vor den rund 400 Teilnehmern zu den Unruhen rund um die Trennung vom Vorstandsvorsitzenden Hoffmann und Vorstandsmitglied Katja Kraus im März dieses Jahres. "Ich bedaure die Entwicklung der unruhigen Wochen. Es darf keine Situation mehr geben, in der sich der Verein so an einzelnen Personen aufreibt", sagte Rieckhoff.

Dazu beklagte sich er sich darüber, dass in der Vergangenheit zahlreiche vertrauliche Informationen aus dem Aufsichtsrat an die Öffentlichkeit geraten sind: "Ich bin nicht mehr bereit, mich zum Deppen machen zu lassen und die Verantwortung für Indiskretionen zu übernehmen. Wir sind so weit, dass ich dem Vorstand empfehle, mit Namen gegenüber dem Aufsichtsrat vorsichtig zu sein."

Für die kommende Woche, in der der neue Sportchef Frank Arnesen seinen Dienst an der Elbe aufnimmt, kündigte die Führungsspitze der Hamburger den ersten Neuzugang für den Profikader an.

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