Fünf Tage vor der Jahreshauptversammlung bei Borussia Mönchengladbach wird der Ton der von Stefan Effenberg angeführten Opposition schärfer.

"Wer Unsummen für eine Verleumdungskampagne ausgibt, der bangt vor allem um seine Macht, anstatt sich unaufgeregt dem klaren Votum der Mitglieder zu stellen", sagte Martin Schmuck, der am Sonntag mit der "Initiative Borussia" die Vereinsführung um Präsident Rolf Königs stürzen will.

Die Initiative monierte besonders die Produktion einer Sonderausgabe der Stadionzeitung, in der Effenberg und Co. scharf kritisiert wurden. "Viele Mitglieder werten das als Veruntreuung von Vereinsgeldern", hieß es in einer Mitteilung. Das Heft war am Wochenende an alle Borussia-Mitglieder verschickt worden.

Auch Borussias Vizepräsident Rainer Bonhof wurde scharf angegangen. "Bonhof sollte sich schämen, seinem ehemaligen Mitspieler Berti Vogts vor einem Millionenpublikum von hinten in die Beine zu grätschen", hieß es in der Mitteilung.

Bonhof hatte gesagt, Vogts hätte sich von der Initiative gelöst. Bonhof habe mit dem ehemaligen Bundestrainer jedoch "überhaupt nicht geredet".

Bonhof wiederholte derweil seine Kritik an Effenberg und seinen Mitstreitern. "Wenn es um Macht geht, ist es am sinnvollsten, drauf zu treten, wenn einer am Boden liegt. Dann ist es am einfachsten zu übernehmen. Es geht um Macht und Positionen", sagte der Weltmeister von 1974 der Welt.

Als "Lügenmärchen aus dem Königs-Palast" bezeichnete die Initiative zudem die Ansicht, sie plane eine Zweiteilung des Vereins und der GmbH, wodurch die Fans vom Fußball entfernt würden.

"Das ist absoluter Quatsch", sagte Georg Hendricks, der das Amt des Vizepräsidenten anstrebt: "In Wahrheit bestimmen die Mitglieder nach unserem Vorschlag mehr denn je den Kurs der Profiabteilung."

Die Initiative Borussia benötigt am Sonntag eine Zweidrittelmehrheit der Mitglieder, um die aktuelle Vereinsführung zu stürzen.

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