Absteiger Eintracht Frankfurt ist in der vergangenen Saison vor allem an sich selbst gescheitert. So sieht es zumindest Klub-Boss Heribert Bruchhagen.

Selbstzufriedenheit und fehlendes "Wir-Gefühl" machte der Vorstandsvorsitzende der "Bild" als Hauptgründe für den sang- und klanglosen Abstieg aus der Bundesliga aus.

"Das Gefühl, dass hier alles wunderbar ist, hat die Spieler möglicherweise nicht mehr krisenresistent gemacht", sagte der 62-Jährige, der sich aber auch eine Mitschuld am Niedergang der Hessen gab. "Ich hätte früher massiv eingreifen müssen."

Als Beispiel nannte Bruchhagen, dass sich abends im Mannschaftshotel nur sechs Spieler das Abendspiel der Bundesliga angesehen hätte: "Ich erwarte von jedem Bundesligaspieler, dass er sich jeden Schnipsel anschaut."

Die Verpflichtung von Trainer Christoph Daum, der sieben Spieltag vor Schluss als Retter kam und am Ende ohne einen Sieg die Segel strich, war für Bruchhagen kein Fehler. "Überhaupt nicht. Daum hat ganz exzellent gearbeitet: Akribisch, fleißig, konzentriert", sagte Bruchhagen. "Ich kann ihm keinen Vorwurf machen."

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