Die mögliche Verpflichtung von Ex-Nationaltorwart Jens Lehmann sorgt für Meinungsunterschiede in der Führung von Pokalsieger Schalke 04. "Wir haben über Jens Lehmann philosophiert. Doch da er Ralf Fährmann auch schwächen könnte, war für mich persönlich das Thema eigentlich vom Tisch", sagte Schalkes Aufsichtsratschef Clemens Tönnies der "Bild" (Mittwoch-Ausgabe). Der S04-Boss vertritt damit anscheinend eine andere Meinung als Manager Horst Heldt.

"Wir haben immer kommuniziert, dass wir wohl einen zweiten neuen Torwart holen, wenn Manuel Neuer uns verlässt. Wir haben viele Situationen durchgespielt - auch die Konstellation mit Jens Lehmann ist dabei", hatte Sportdirektor Heldt Sport Bild gesagt.

Heldt, der mit Lehmann schon beim VfB Stuttgart zusammengearbeitet hat, betonte aber, dass noch alles offen sei. "Jens hat einige Anfragen, dazu muss er grundsätzlich überlegen, ob er überhaupt weitermacht."

Der Traditionsklub hatte den 22-jährigen Fährmann als Ersatz für Manuel Neuer (zu Bayern München) von Eintracht Frankfurt zurückgeholt. Heldt hatte zuletzt bereits den Druck auf Fährmann erhöht. Der Rückkehrer, der schon von 2003 bis 2009 das Schalker Trikot getragen hat, sei laut Heldt "nicht automatisch gesetzt: Erst in der Vorbereitung entscheidet sich, wer die Neuer-Lücke schließt und unsere Nummer 1 wird", sagte Heldt.

Der 41 Jahre alte Lehmann, der Ende Mai den A- und B-Trainerschein gemacht hat, spielte bereits von 1988 bis 1998 bei den Königsblauen. In der gerade abgelaufenen Saison sprang er als Reservekeeper bei seinem Ex-Klub FC Arsenal ein.

Lehmann kam bei den Gunners aus London in der letzten Saison in einem Premier-League-Spiel zum Einsatz, dabei stellte er seine nach wie vor vorhandene Klasse unter Beweis. Der Routinier bestritt bislang 394 Bundesligaspiele und stand zuletzt bis 2010 im deutschen "Oberhaus" beim VfB Stuttgart unter Vertrag.

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