Der noch amtierende Präsident Erwin Staudt vom Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart hat eine Ausbildung für Manager gefordert.

"Unser System krankt", sagte der 63-Jährige, der sein Amt am 18. Juli abgeben wird, dem "kicker": "Wir haben eine großartige Trainerausbildung, bei den Managern fehlt aber Gleichwertiges."

Als Idee regte Staudt an: "Man könnte zumindest überlegen, ob man nicht ein Grundgerüst für einen ehemaligen Fußballer anbietet, eine Ausbildung zu Vertragswesen, Teamarbeit, Personalmanagment, zielorientiertem Arbeiten."

Manager Horst Heldt hatte die Stuttgarter im vergangenen Sommer verlassen und war zu Schalke 04 gewechselt.

Staudt räumte ein, von Heldts Abgang "ein wenig enttäuscht" gewesen zu sein: "Aber er hatte eben ein lukratives Angebot."

Mittlerweile setzt der VfB auf die Doppellösung mit Fredi Bobic und Jochen Schneider. "Die beiden ergänzen sich wunderbar. Jochen Schneider hat das entsprechende Studium, Fredi Bobic ist sportlich geprägt."

Der scheidende Präsident zog ein positives Fazit und bezeichnete seine achtjährige Amtszeit als "wahrscheinlich mit die erfolgreichsten Jahre der Vereinsgeschichte".

Staudt zeigte sich aber vor allem erleichtert, dass die Mannschaft in der vergangenen Saison den Abstieg vermeiden konnte.

"Wir haben ja das Szenario durchspielen müssen, weil wir bei der DFL die Lizenz für die Zweite Liga beantragen mussten. Das wäre für uns rein ökonomisch einem GAU nahegekommen. Es wäre eine Millionen-Lücke entstanden", sagte Staudt.

Unter der Führung Staudts wurden die Schwaben 2007 deutscher Meister, erreichten dreimal die Champions League sowie viermal die Europa League beziehungsweise den UEFA-Cup.

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