Schalkes Aufsichtsratchef Clemens Tönnies hat nach der Achterbahnfahrt der letzten Saison eine Marschrute für die nächste Spielzeit ausgegeben.

Dabei will Tönnies die Diskrepanzen, die während der Saison aufgebrochen sind, nicht unter den Tisch fallen lassen:

"Es gab tiefe Risse in unserem Verein, es gab eine große emotionale Spaltung", erklärte er am Mittwoch und forderte:

"Wir müssen darüber sprechen, was passiert ist und weshalb. Und wir müssen diskutieren, was wir daraus lernen für die Zukunft."

"Natürlich können wir über vieles kontrovers diskutieren und uns so richtig die Meinung sagen - aber ohne die gegenseitigen Vorwürfe, kein 'guter Schalker' zu sein", betonte der Vereinschef

Tönnies sieht den Gemeinschaftsgedanken bei den Königsblauen im Vordergrund.

Man müsse "diese ungeheure Energie, diese wahnsinnige Power, die in diesem Verein steckt, bündeln und in eine Richtung lenken. Wir müssen wieder zusammenwachsen".

Dabei sind ihm Werte, eine Philosophie, der Umgang miteinander und "diese positive Beklopptheit", die Schalke auszeichnet, "wichtiger, als einmal Meister zu werden."

Die Aufgabe von Sportvorstand Horst Heldt und Trainer Ralf Rangnick sieht Tönnies darin, "eine Mannschaft mit einer klaren Philosophie und einer Identität" aufzubauen.

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