Das neue Präsidiumsmitglied Hans Meyer will sich bei Borussia Mönchengladbach nicht in die sportlichen Belange einmischen.

"Da muss und will ich nicht klugscheißern", sagte der 68-Jährige dem Fußballmagazin 11Freunde.

Die Borussia habe mit Trainer Lucien Favre und Max Eberl eine hochkompetente sportliche Leitung, die ihr Konzept selbstständig nach außen trage. Meyer sieht es als seine Aufgabe an, "den Frontkämpfern" den Rücken frei zu halten.

Zwar reißt die neue Funktion Meyer aus dem Rentnerdasein, die Rolle des "Hans Dampf" nimmt er aber nicht ein.

"Ich werde jetzt jedenfalls nicht anfangen, durch die Welt zu jetten und im Sekundentakt Faxe zu verschicken. Nein, mein Leben wird im Großen und Ganzen so bleiben, wie es in den letzten beiden Jahren war", sagte das Gladbacher Ehrenmitglied.

Meyer war am Mittwoch einstimmig ins Präsidium des fünfmaligen deutschen Meisters gewählt worden. Zuvor war er bereits von September 1999 bis März 2003 und von Oktober 2008 bis Juni 2009 als Chefcoach der Borussia aktiv. Die Rückkehr auf die Trainerbank reizt ihn nicht: "Das halte ich für ausgeschlossen."

Wie Meyer mitteilte, ist der Kontakt nach dem zweiten Abschied aus Mönchengladbach nie abgerissen. Nach einigen Gesprächen habe er sich schließlich für eine Kandidatur um einen Präsidiumsposten entschieden.

"Selbst ein Abstieg hätte an dem Bild, das ich von dem Verein habe, und an meiner Entscheidung nichts geändert", sagte Meyer.

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