Spielmacher Diego vom Bundesligisten VfL Wolfsburg kommt seine Flucht aus dem Mannschaftshotel vor dem letzten Spieltag der vergangenen Saison teuer zu stehen.

Wie die "Sport Bild" berichtete, muss der Brasilianer die Rekordstrafe von 500.000 Euro zahlen und wurde von den "Wölfen" bereits abgemahnt. Diego hatte vor dem Abstiegsfinale bei 1899 Hoffenheim (3:1) während der Mannschaftssitzung das Hotel verlassen, nachdem er erfahren hatte, dass er nicht zur Startelf gehören wird.

Trainer Felix Magath erklärte lapidar: "Wir haben für die Schwere des Vergehens das richtige Strafmaß gefunden."

Trotz aller Gerüchte um einen Abschied erwartet der Verein seine Nummer zehn zum Trainingsauftakt. Am Freitag (18.00 Uhr) bestreitet Wolfsburg in Gifhorn ein Testspiel gegen eine Regionalauswahl.

Im Trainingslager in Oeversee bei Flensburg soll es dann zum Gespräch zwischen Diego und Magath kommen. Erst dort wird sich die Zukunft des skandalträchtigen Mittelfeldspielers entscheiden.

Felix Magath und der VfL Wolfsburg sind nun auf der Suche nach "neuen Sanktionsmöglichkeiten". "Das, was Diego vor dem Spiel in Hoffenheim gemacht hat, war ein vergleichsweise harter Vertragsverstoß und ist mit dem Begriff Arbeitsverweigerung zu beschreiben", sagte Voss. Gemeinsam mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB), der Deutschen Fußball Liga (DFL) und den anderen Bundesligavereinen will der VfL Wolfsburg das Missverhältnis zugunsten der Klubs ändern.

"Das finanzielle Risiko, einen Spieler abzustrafen oder gar zu entlassen, ist einfach zu hoch. Wir haben zwar die Potenz, einen solchen Konflikt auszutragen. Aber was machen Vereine, die weniger Möglichkeiten haben?", fragte Voss.

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