Bundesligist Hamburger SV träumt nach der verkorksten vergangenen Saison mit Tabellenplatz acht wieder von der großen europäischen Fußball-Bühne.

Der Vorstandsvorsitzende Carl Edgar Jarchow stellte einen Dreijahresplan vor, der das Gründungsmitglied der Bundesliga spätestens 2014 in die Champions League führen soll.

"Es muss ganz klar unser Anspruch sein, dort hinzukommen", sagte Jarchow der "Hamburger Morgenpost".

Die anstehende Spielzeit bezeichnet der 56-Jährige als "die schwierigste", an deren Ende "ein gesicherter Mittelfeldplatz bis hin zu Platz sechs" zu Buche stehen soll.

Die Qualifikation für die Europa League sei kein Muss, sollte dann nach den Planungen Jarchows aber in der Saison 2012/2013 geschafft werden.

Allerdings mahnte der Klubboss angesichts des Umbruchs im gesamten Verein zur Geduld: "Wir sollten jetzt zunächst einmal etwas bescheidener sein. Unser Ziel ist es, einen Schritt nach dem anderen zu machen."

Am Sonntag starten die Hanseaten ihre Vorbereitungen auf die neue Spielzeit. Guy Demel wird dann fehlen. Der Verein gewährte dem Ivorher noch eine Woche Urlaub, insgeheim verbunden mit der Hoffnung, dass Demel in dieser Zeit einen neuen Verein findet.

Klubs aus Frankreich, Spanien und England sollen an dem 30 Jahre alten Verteidiger interessiert sein, der beim HSV keine Zukunft mehr hat.

"Ich wäre gerne bis zu meinem Karriereende beim HSV geblieben", sagte Demel dem "Hamburger Abendblatt". Doch nicht zuletzt die Spannungen zwischen ihm und Trainer Michael Oenning schließen das wohl aus.

"Es gibt einfach kein Verhältnis", sagte Demel, "wenn man mit mir nicht klarkommt, muss man darüber sprechen. Das wurde leider nie gemacht."

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