Frank Arnesen, neuer Sportdirektor des Hamburger SV, hat die Bundesliga-Klubs für ihre wirtschaftliche Vernunft gelobt, von der auch die Nationalmannschaft profitiere.

"Die deutschen Vereine sind realistisch, haben Interesse an einem gesunden Geschäft. Deshalb herrschen hier auch keine großen finanziellen Probleme", sagte Arnesen der "Bild am Sonntag".

In Italien, England und Spanien, wo es viele Spieler wegen der höheren Gehälter hinziehe, sei dies anders.

Die Bundesliga, so der Däne, habe einen anderen Vorteil. "In Italien gilt ein 24-Jähriger als junger Spieler. In Deutschland ist das ein 20-Jähriger. Die Bundesliga hat das gut gemacht in den letzten Jahren. Sie hat sich der Weltwirtschaftskrise angepasst und vermehrt auf Talente gesetzt. Davon profitiert jetzt auch die Nationalmannschaft."

Den gleichen Weg will Arnesen, der von 2005 bis zum Sommer 20011 beim FC Chelsea gearbeitet hat, beim HSV einschlagen.

"Wir vollziehen einen Umbruch. Viele ältere Spieler sind weg. Wir fangen jetzt mit jungen Leuten an, die großes Talent haben, hungrig sind und gern für den HSV spielen. Ich weiß, dass das ein Risiko ist. Aber ich bin davon überzeugt, dass dieser Weg der richtige ist", sagte Arnesen und ergänzte: "Ich möchte die besten Spieler für wenig Geld."

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