Marc Seemann hat den Leistungstest der deutschen Bundesliga-Schiedsrichter nicht bestanden und wird in der kommenden Saison keine Zweitliga-Spiele pfeifen.

Der Unparteiische aus Essen verzichtet auf eine Nachprüfung, sodass in der am 15. Juli beginnenden Spielzeit im Unterhaus insgesamt nur noch 20 Schiedsrichter zum Einsatz kommen werden.

Seemann war in der vergangenen Woche bereits aus der Bundesliga in die Zweiten Liga zurückgestuft worden. Der 37-Jährige war zwischenzeitlich ein Jahr wegen einer Fußverletzung ausgefallen.

Die Zweitliga-Neulinge Martin Petersen , Benjamin Cortus und Marcel Unger hatten dagegen bei dem obligatorischen Leistungstest ebenso wie ihre anderen Kollegen keine Probleme.

Bei dem Treffen fehlte nur Bibiana Steinhaus. Die deutsche Vorzeige-Schiedsrichterin aus Hannover ist derzeit bei der Frauen-WM in Deutschland gefordert. Auch Florian Meyer war verletzungsbedingt nicht dabei.

Bei dem viertägigen Lehrgang, der am Sonntag zu Ende geht, standen neben dem physischen Leistungstest noch Schulungen zur Teamarbeit, zum Einsatz des Headset-Systems und zur Körpersprache auf dem Programm.

Zudem gab es für die Spielleiter Hinweise zur Regelauslegung insbesondere bei Abseits, Handspiel sowie der Anwendung von Gelben und Roten Karten.

Herbert Fandel, Vorsitzender der Schiedsrichterkommission, kritisierte vor allem das Verhalten einiger Trainer in der vergangenen Saison auf der Bank oder am Spielfeldrand.

Darauf müssten sich die Referees in der kommenden Spielzeit besonders konzentrieren, forderte der ehemalige FIFA-Schiedsrichter.

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