Im Machtkampf bei Werder Bremen haben sich Geschäftsführer Klaus Allofs und Aufsichtsrat Willi Lemke an einen Tisch gesetzt und über den Etat der Hanseaten für die kommende Spielzeit gesprochen. Dies gab der Verein am Mittwoch bekannt, nannte aber keine konkreten Ergebnisse.

"Wir haben hart, aber konstruktiv diskutiert. Da die Einnahmen aus der Champions League fehlen, ist die finanzielle Ausstattung gegenüber der Vorsaison, wo wir durch diese Einnahmen und den Özil-Transfer einen Gewinn erwirtschaftet haben, deutlich verringert", wird Lemke in einer Pressemitteilung des Klubs zitiert.

Dennoch verstehe der Aufsichtsrat die Sorgen der sportlichen Leitung durch die Verletzungen zahlreicher Abwehrspieler wie Per Mertesacker, Naldo oder Mikael Silvestre. "Wir klopfen in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat verschiedene Wege ab, um noch einen weiteren Abwehrspieler zeitnah verpflichten zu können", sagte Geschäftsführer Allofs.

In den vergangenen Tagen war die Kontroverse um finanzielle Aufwendungen für die Kader-Planung zwischen Allofs und Trainer Thomas Schaaf auf der einen Seite und dem Aufsichtsrat auf der anderen Seite derart hochgekocht, dass an der Weser ganz offen davon gesprochen wurde, dass Allofs und Schaaf ihre am Saisonende laufenden Verträge nicht verlängern könnten.

Der Aufsichtsrat hatte trotz der vielen Ausfälle alle Transferbemühungen abgeblockt, so dass selbst das geplante Ausleihgeschäft mit dem griechischen Innenverteidiger Sokratis Papstathopoulos (FC Genua) bisher nicht realisiert werden konnte.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel