Uli Hoeneß ist sauer auf Arturo Vidal.

Der vom FC Bayern umworbene Chilene hatte am Donnerstag seinen Wechsel von Bayer Leverkusen zu Juventus Turin angekündigt.

"Da wurde ein Wort gebrochen. Aber ich habe auf das Wort auch nicht viel gegeben. Da war ein südamerikanischer Spielervermittler involviert, also hatte ich keine große Hoffnung, dass Worte noch etwas zählen", sagte FCB-Präsident Hoeneß.

Angeblich soll Vidal dem neuen Bayern-Trainer Jupp Heynckes, der den Mittelfeldspieler zuvor in Leverkusen trainierte, sein Kommen zugesagt haben.

"Vidals Worte pro Bayern sind schon wieder 14 Tage her. In der Zwischenzeit sind einige Gelder über den Tisch geflossen, das verändert die Gefechtslage", erklärte Hoeneß.

Allerdings hänge "das Wohl und Wehe des FC Bayern nicht von Arturo Vidal ab", meinte er weiter und äußerte in gewisser Weise sogar Verständnis für die Entscheidung:

"Man braucht schon ein großes Rückgrat, um ein Jahr bei Bayer Leverkusen zu spielen mit der Aussage: Ich gehe zum FC Bayern. Und dieses Rückgrat habe ich dem Spieler nicht zugetraut."

Nach der Absage von Vidal wollen die Bayern zunächst einmal nicht mehr auf dem Transfermarkt tätig werden.

Im defensiven Mittelfeld gibt es laut Heynckes in Bastian Schweinsteiger, Toni Kroos, David Alaba, Luiz Gustavo und Anatoliy Tymoshchuk ohnehin genügend Alternativen.

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