Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hat den Ex-Leverkusener Arturo Vidal nach dessen Wechsel zu Juventus Turin heftig kritisiert.

"Solche Spieler möchte ich nicht beim FC Bayern haben. Er hat Jupp Heynckes x-mal versprochen, nur zu Bayern zu wechseln", sagte Rummenigge in einem kicker-Interview. Zuvor hatte schon Präsident Uli Hoeneß gegen Vidal gewettert.

Der Deutsche Rekordmeister fühlt sich laut Rummenigge nach der Absage des chilenischen Nationalspielers "nicht als Verlierer. Und auch der Trainer ist überhaupt nicht beschädigt. Wieviel dessen Versprechen wert war, wissen wir nun. Hätte der Spieler zu seinem Wort gestanden und Charakter gezeigt wie Neuer oder Boateng, wäre er ein Mann mit Moral, wäre er heute bei uns. Was hätten sie in Leverkusen dagegen tun sollen?", führte Rummenigge weiter aus.

In Turin reagierte man verägert auf Rummenigges Äußerungen. "Bei Vidals Transfer hat Juventus nach den normalen Marktkriterien gehandelt, die ein Abkommen mit dem Klub Bayer Leverkusen und dem Fußballer vorsehen", sagte Turins Sportdirektor Giuseppe Marotta in einer offiziellen Pressemitteilung.

Rummenigge habe eine Gelegenheit versäumt, zu schweigen. Er sei offenkundig von seiner Vergangenheit als Inter-Spieler beeinflusst, meinte Marotta.

Vidal galt als Wunschspieler von Bayern-Trainer Jupp Heynckes. Der Mittelfeldspieler wechselt nun aber von Leverkusen für rund zwölf Millionen Euro zu Juve.

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