Schalke-Boss Clemens Tönnies hat nach den Turbulenzen der vergangenen beiden Jahre mehr Ruhe im Verein gefordert.

"Es darf kein Gerede mehr von der Meisterschale geben, kein 'Jetzt greifen wir die Bayern an!'. Wir möchten jetzt einfach mal in Ruhe arbeiten", so der Aufsichtsratsvorsitzende im "kicker".

Nach der Vizemeisterschaft im ersten Jahr unter Felix Magath waren die Königsblauen trotz umfassender Investitionen in Stars wie Raul und Klaas-Jan Huntelaar in der vergangenen Bundesligasaison auf Platz 14 abgerutscht.

Nun sieht Tönnies der Zukunft optimistisch entgegen. "Viele Gräben sind jetzt zugeschüttet", sagte der 55-Jährige. Auch mit der Zusammenarbeit mit den Führungsfiguren Horst Heldt und Peter Peters ist er "hochzufrieden".

Das "Herausgeben von großen Zielen" habe nicht geholfen, erklärte Tönnies. Daher werden man das jetzt lassen. Der Trainer habe sich während seiner Zeit bei den Königsblauen verändert

"Magath hat für's erste Jahr eine positive Bilanz, in fast allen Bereichen. Und im zweiten Jahr eine sehr schlechte in vielen Bereichen. Er hatte ein tolles erstes Jahr, dann ist er in Urlaub gefahren und als völlig anderer Mensch wiedergekommen. Da passte nix mehr."

Mit Manager Horst Heldt und Trainer Ralf Rangnick wolle man nun weiter den Weg der Konsolidierung gehen. In der kommenden Saison könne man auch ohne Einnahmen aus dem Europapokal auskommen, da man eine "hervorragende Entwicklung im Bereich Marketing und Merchandising" habe.

Zwar belaufen sich die Verbindlichkeiten des Konzerns laut dem Aufsichtsratsvorsitzenden auf 216 Millionen Euro, Tönnies merkt aber an: "Wenn ich jedoch den Gegenwert sehe, den wir da haben, dann möchte ich diese Aktiva-Passiva-Rechnung mal quer durch die gesamte Liga machen. Da stehen wir nicht nur im Mittelfeld, sondern weiter oben."

So sei das eigene Stadion 2017 oder 2018 abbezahlt.

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